Sechziger Jahre Mode
Das dominierende Kleidungsstück der 60er Jahre war der Minirock. Mary Quant ging 1965 mit ihrer Erfindung auf Welttournee, ließ den Modehit von äußerst schlanken Modellen vorführen und trat damit sogar den Siegeszug in den Vereinigten Staaten an. Mit seiner mindestens zehn Zentimeter über dem Knie endenden Länge löste er den Boom einer weiteren Modeerfindung aus, der Feinstrumpfhose. Obwohl sie erstmalig bereits vor den 60er Jahren hergestellt und auch verkauft wurde, erlangte sie erst mit dem Minirock genügend Popularität, um zum Hit zu werden. 1962 kam auch der Bikini wieder in Mode. Vorläufer dieser Bademode waren bereits im Altertum bekannt und auch in den früheren Jahren des 20. Jahrhunderts war der Bikini durchaus beliebt. Da der Modegeschmack häufigen Wechseln unterworfen war und auch heute noch ist, ließ bereits 1963 das Interesse an dem Zweiteiler wieder rapide nach, um 1965 endgültig seinen Siegeszug in die Zukunft anzutreten.

Tonangebende Trends der "swinging sixtees" waren ein jugendlicher Kleidungsstil, extravagante Modelle wie schulterfreie Abendkleider und Hosenanzüge für die Frau sowie die von Jackie Kennedy bevorzugten Etui-Kleider mit kurzem Jäckchen. Nach 1965 schwappte die Hippie-Welle aus Amerika herüber und brachte Schlaghosen, grellfarbene Hemden und die sogenannten Beatstiefel mit. Die Mädchen, die diese Mode favorisierten trugen Blumen im langen, offenen Haar und lange, weite Röcke, oft mit gewagten transparenten Blusen oder Netzhemden. Die Gammler hingegen bevorzugten abgewetzte Kleidung, die ungepflegt und schlampig anmutete. Auch gab es frisurentechnisch keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.